Idklang

20.10. ab 18:00

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“unter gang (e)s zen arien”: Markus Steinkellner bemüht ein Wortspiel das seinen musikalischen Alleingang treffend beschreibt. Idklang gräbt sich ganz tief in die Gehirnwindungen und lässt den/die HörerIn leicht verstört zurück. Wie der leicht benebelte Tagtraum nach einer durchzechten Nacht wirken die mal minimalistischen, mal vertrackten Songskizzen des nimmermüden Tüftlers. Zunächst wird das spärliche Instrumentarium ganz vorsichtig eingesetzt um im nächsten Moment mit einem lauten Knall an der Wand einer Abbrissmauer zerschellen zu lassen: Während befremdliche Loopteppiche aus dem Rechner tröpfeln, stellt Steinkellner sowohl Ideenreichtum als auch Virtuosität auf den 6-Saiten und seinem Pedal Board eindringlich unter Beweiß, als gäbe es kein Morgen. Mit stetigem Hang zum Expirement ufern die zerbrechlichen Popskizzen in harsche Noise Attacken aus wobei man sich nicht mehr ganz sicher sein kann ob nun Steinkellners Stimme oder die Gitarre aus den Lautsprechern schreit und der mal mehr oder weniger wiederkehrenden Existenzangst ein akustisches Gewand überzieht.

(phil)

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